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Schlaflabor

Die stationär statfindende Untersuchung in einem Schlaflabor (Polysomnograpghie) ist für den Patienten weder gefährlich noch anstrengend. Der Untersuchungsraum ähnelt einem normalen Schlafraum. Das Untersuchungszimmer ist zur Abschirmung gegen Schall, Licht  und elektromagnetische Störfelder gut isoliert. Zur besseren Diagnosestellung wird der Patient während des Schlafes mit einer Videokamera und einem Zimmermikrophon überwacht. Diese akustischen und visuellen Kontrollen erlauben Rückschlüsse darauf, ob der  Patient nachts spricht, schnarcht, schlafwandelt oder unwillkürliche Bewegungen ausführt, z.B. bei “unruhigen Beinen” (Restless-legs-Syndrom). Der Patient kann jederzeit über eine Gegensprechanlage mit dem Personal Kontakt aufzunehmen. Im Schlaflabor finden sich eine Vielzahl von Messgeräten, die auf dem ersten Blick an eine Intensivstation erinnern. Vor Schlafbeginn wird der zu untersuchende Patient an die diversen Messvorrichtungen angeschlossen. Der Messvorgang dauert 6-8 Stunden.

Messung der Hirnströme (EEG)

Zur genauen Ermittlung des jeweiligen Schlafstadiums werden zwei kleine Elektroden an den Scheitelbeinen befestigt. Das EEG erlaubt die exakte Zuordnung des Schlafstadiums.

Messung der Augenbewegung  (EOG=Elektrooculogramm)

Das REM-Stadium ist neben typischen EEG-Veränderungen gekennzeichnet durch schnelle Augenbewegungen (rapid eye movement). Zur Erfassung der Augenbewegung werden Messfühler in die Nähe der Augenhöhlen plaziert. Während der Schlafstadien 2, 3, und 4 finden keine Augenbewegungen statt, im Einschlafstadium 1 nur langsame Augenbewegungen.

Messung der Extremitätenbewegung / Muskelpotenziale (EMG=Elektromyogramm)

Eine häufige Ursache für Schlafstörungen ist das Syndrom der unruhigen Beine (restless legs- Syndrom). Zur Erfassung nächtlicher Beinbewegungen werden Messfühler an der Beinmuskulatur angebracht. Ein weiterer Messfühler wird an der Schlundmuskulatur angebracht. Dieser erlaubt die Diagnose eines nächtlichen Tonusverlustes der Muskulatur mit der Folge einer Apnoe.

Herzstromkurve (EKG)

Hervorgerufen durch den Sauerstoffabfall bei nächtlichen Atempausen kommt es zu Herzrhythmusstörungen, die im Einzelfall auch bedrohliche Ausmaße annehmen können. Zur Feststellung und Analyse der Herzrhythmusstörungen wird während des Schlafes ein EKG abgeleitet.

Messung der Sauerstoffsättigung im Blut (Pulsoximetrie)

Ein wichtiger Wert, um die Gefährdung des Patienten durch nächtliche Atemstörungen einschätzen zu können, ist die Sauerstoffsättigung im Blut. Die Messung erfolgt durch eine fingerhutartige Sonde, die schmerzfrei über ein Fingerendglied geschoben wird. Ein starker Lichtstrahl wird durch den Finger geleitet. Aus der Differenz der Lichtstärke vor Eintritt in den Finger und der Lichtreflexion aus dem Finger, läßt sich die prozentuale Sauerstoffsättigung im Blut bestimmen. Das Messgerät wird auch als Oximeter bezeichnet.

Messung des Blutdruckes

Nächtliche Atemstörungen werden häufig von starken Blutdruckschwankungen begleitet. Heute vermutet man, dass nächtliche Atemstörungen eine alleinige Ursache für die Entstehung eines Bluthochdruckes sein können. Während der Nacht wird der Blutdruck mit einer am Oberarm angebrachten Manschette gemessen.

Messung des Luftstromes

Zur genauen Unterscheidung zwischen normaler, schwacher oder fehlender Atmung  während der Nacht wird der Luftstrom aus der Nase und dem Mund mit einem Messfühler (Thermistor) gemessen. Dieser wird wie eine Sauerstoffbrille am Kopf des Patienten angebracht. Der Messfühler reagiert auf Temperaturschwankungen. Da die ausgeatmete Luft wärmer als die Umgebungstemperatur ist, wird der gemessene Temperaturanstieg als Atemzug registriert.

Registrierung der Zwerchfellbeweglichkeit

Die Zwerchfellbeweglichkeit wird durch einen gürtelförmigen Messfühler, den der Patienten locker um den unteren Brustkorb gelegt bekommt, gemessen. Er erlaubt die Unterscheidung zwischen einer obstruktiven und einer zentralen Atemstörung. Bei der obstruktiven Atemstörung entstehen Atempausen durch eine vorübergehende Verlegung der oberen Luftwege infolge Erschlaffung der Zungen- und Rachenmuskulatur; der Atemantrieb ist hier erhalten, allerdings gelangt trotz regelmäßiger Bewegungen des Zwerchfells keine Luft in die Lunge. Bei einer zentralen Atemstörung sind die oberen Atemwege nicht verlegt. Hier kommen Atempausen (Apnoe-Episoden) durch einen fehlenden Atemantrieb, d.h. eine fehlerhafte Atmungsregulation infolge einer Funktionsstörung des Gehirns zustande. Bei der zentralen, vom Gehirn gesteuerten Apnoe, bewegt sich das Zwerchfell daher nicht. Diese Unterscheidung ist wichtig, da die beiden Apnoeformen unterschiedlich behandelt werden.

Copyright: Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, D-56864 Bad Bertrich, Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182 3182

 

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